FAQ – Fragen & Antworten 

Du möchtest mitmachen und mitanpacken, hast aber noch ein paar Fragezeichen? Hier findest du die wichtigsten Antworten rund um das Projekt «Lebendiges Gürbetal» und das Spiel «Jeder Quadratmeter zählt».

Ob es um die Teilnahme, die Berechnung der Quadratmeter oder um konkrete Massnahmen geht – wir erklären dir Schritt für Schritt, wie du dich einbringen und Punkte für dein Dorf sammeln kannst. Ist deine Frage nicht dabei? Dann melde dich bei uns. Wir helfen dir gerne weiter.

 

Über die Kampagne «Lebendiges Gürbetal»

«Lebendiges Gürbetal» ist ein Projekt der acht Gürbetaler Gemeinden (Burgistein, Forst-Längebühl, Kaufdorf, Kirchdorf, Riggisberg, Thurnen, Toffen und Wattenwil) zusammen mit dem Naturpark Gantrisch. Ziel ist es, das gemeinsame Engagement der Bevölkerung zu stärken und die Biodiversität im Gürbetal mit konkreten Massnahmen zu fördern – im Garten, auf dem Balkon, in der Landwirtschaft, im Siedlungsraum wie auch auf öffentlichen Flächen.

Das Gürbetal ist ein buntes und fruchtbares Tal mit einer florierenden Landwirtschaft, die hochwertige Produkte erzeugt und vermarktet. Heute kehren Tiere zurück, die zeitweise verschwunden waren. Im Siedlungsraum entstehen wertvolle Lebensräume für Insekten und Vögel. In den Dörfern und entlang der Gürbe finden Menschen Erholung und Schatten. Einwohnerinnen und Einwohner, Landwirtinnen und Landwirte sowie die Gemeinden sind stolz auf das, was sie gemeinsam geschaffen haben. Weil viele mit anpacken. Weil Engagement sichtbar wird. Es ist ein wunderbarer Ort voller Leben. Es ist das lebendige Gürbetal. Und es liegt in der Zukunft.

«Jeder Quadratmeter zählt» ist das Spiel bei dem die acht Gürbetaler Dörfer gegeneinander antreten: Welches Dorf sammelt am meisten Quadratmeter Biodiversität? Jede umgesetzte Biodiversitätsfläche zählt als Quadratmeter für dein Dorf. Gemeinsam sammelt ihr Punkte und macht das Gürbetal vielfältiger, bunter und lebenswerter. 

 

Teilnahme & Ablauf des Spiels

Mitmachen können Privatpersonen, Familien, Vereine, Schulen, Kirchen, Landwirtschaftsbetriebe, Unternehmen und viele mehr – alle, die im Gürbetal Biodiversität fördern möchten. 
Wichtig ist: Dein Projekt muss in einer der acht teilnehmenden Gemeinden liegen. Du musst aber nicht im Gürbetal wohnen.

In 5 Schritten:

  1. Profil erstellen oder einloggen
  2. Inspirieren lassen (Inspiration & Wissen)
  3. Projekt umsetzen
  4. Projekt online einreichen
  5. Punkte sammeln & gewinnen 

Wir spielen das Spiel dreimal in den Jahren 2026, 2027 und 2028. Die Teilnahmedauer ist jeweils von Anfang März bis Ende Oktober. 

Nein. Die Teilnahme am Spiel und das Einreichen von Projekten ist kostenlos. 

Zu gewinnen gibt es:

  • die Jahreswertung (Dorf mit den meisten Quadratmetern)
  • Auszeichnungen für besonders schöne / wirkungsvolle Projekte pro Dorf
  • zusätzliche Preise/Verlosungen unter allen Teilnehmenden 

 

 

Projekte erfassen

Du kannst mit drei verschiedenen Arten von Projekten Punkte für dein Dorf sammeln: 

  • Mit der Schaffung von neuen Biodiversitätsflächen, die während dem entsprechenden Jahr bis umgesetzt wurden.
  • Die Pflege von bestehende Biodiversitätsflächen, die während dem entsprechenden Jahr gepflegt und weiterentwickelt/ aufgewertet wurden.
  • Zusätzlich nur im Jahr 2026: Biodiversitätsflächen, die innerhalb der letzten zwei Jahre (2024+2025) neu geschaffen wurden und weiterhin bestehen.

Beispielmassnahmen: Wildblumenflächen, Asthaufen, einheimische Sträucher, artenreiche Wiesen, naturnahe Ecken, Nisthilfen oder ökologische Aufwertungen.

Ja! Auch kleine Flächen zählen – sogar einzelne Töpfe, Balkon-Kistchen oder kleine Gartenbereiche. Der Grundsatz ist: Jeder Quadratmeter zählt. 

Ja. Flächen, die in den letzten zwei Jahren aufgewertet wurden und weiterhin bestehen sowie gepflegt werden, können eingereicht werden. 

Ja, auch landwirtschaftliche Flächen mit Beitragsberechtigung können eingereicht werden. 

Ja. Du kannst jederzeit mehrere Projekte erfassen und einreichen – jedes Projekt zählt zusätzlich für dein Dorf. 

Du reichst dein Projekt über dein persönliches Profil ein. Dabei kannst du eine Beschreibung und Bilder hochladen – so wird dein Beitrag sichtbar und zählt im Spielstand. 

Jede Fläche muss pro Gemeinde separat erfasst werden. Das bedeutet: Betrifft ein Projekt mehrere Gemeinden, muss es mehrfach eingereicht werden – jeweils einmal pro Gemeinde (mit den entsprechenden Quadratmetern).

Erfasst wird nur die effektiv aufgewertete Fläche, nicht der gesamte Garten oder die ganze Parzelle. Du gibst beim Einreichen die Fläche (in m²) an, auf der eine konkrete Naturmassnahme umgesetzt wurde. Hier geht es zur Tabelle mit Beispielberechnungen. Bei Unsicherheiten hilft euch die Projektleitung / lokale Trägerschaft gerne weiter.

Grosse Projekte werden vom Naturpark eng begleitet und geprüft. Anhand der gemeldeten Quadratmeter und der umgesetzten Massnahmen wird beurteilt, ob die Angaben plausibel sind. Hochgeladene Bilder machen die Umsetzung zusätzlich nachvollziehbar. Ergänzend werden Stichproben durchgeführt. Bei Bedarf nimmt der Naturpark Kontakt mit den Projektverantwortlichen auf.

Ja. Du kannst ein Projekt zuerst erstellen, indem du die Pflichtfelder ausfüllst (inkl. Jahr in der Beschreibung). Danach kannst du es speichern und publizieren. Wenn du noch nicht alle Fotos oder Informationen hast, kannst du den Projekteintrag jederzeit später bearbeiten, ergänzen und aktualisieren.

Nach dem Einreichen erscheint dein Projekt auf der Plattform bzw. in der Projektübersicht. Je nach Ablauf kann es sein, dass Inhalte kurz geprüft werden (z.B. zur Qualitätssicherung). Das Projekt wird auch auf dem online Portal von Mission B ersichtlich sein.

Der Spielstand ist online einsehbar und zeigt live, welches Dorf wie viele Quadratmeter Biodiversität gesammelt hat. 

 

Gürbetal Academy und Kursprogramm

Die Gürbetal-Academy ist das Kurs- und Wissensprogramm: Gartenkurse, Vorträge und Wissensaustausch – mit Fachpersonen aus der Region für die Region. Sowie Inspirationen und Anleitungen für einfache Massnahmen.

Jein, die Teilnahme an einem Gartenkurs kostet CHF 80.-. Wenn du in einer Parkgemeinde wohnst, dich online fürs Spiel registrierst und ein Profil erstellst, erhältst du einen Gutschein im Wert von CHF 80.– für die Teilnahme an einem Gartenkurs.

Ja. Die Kurse sind so aufgebaut, dass du ohne Vorkenntnisse starten kannst – ohne Perfektion, aber mit Wirkung.   

Einfach & wirkungsvoll sind z.B.:

  • eine kleine Wildblumenfläche
  • eine wilde Ecke im Garten
  • ein Ast- oder Steinhaufen als Lebensraum
  • einheimische Wildsträucher
  • Nahrung für Insekten auf dem Balkon (Wildstauden) 

Hier geht es zu unseren einfachen Anleitungen

 

Trägerschaften & Gemeinden

In den lokalen Trägerschaften engagieren sich Menschen aus der Bevölkerung, die das Projekt mittragen, Ideen einbringen und als Ansprechpersonen vor Ort wirken. Sie sind zentral für das Gelingen des Projekts. Du kannst dich aktiv einbringen, zum Beispiel bei Gartentagen, Natureinsätzen oder anderen gemeinsamen Aktionen im Dorf – etwa beim Entfernen von Neophyten, Aufwerten von Lebensräumen oder naturnahen Gestalten von Gärten. Ein Engagement lohnt sich: Du lernst Neues, arbeitest mit anderen aus dem Dorf zusammen und kannst in deinem Umfeld konkret etwas bewirken. Wenn du mitmachen möchtest, kannst du dich direkt bei der Trägerschaft in deinem Dorf oder beim Naturpark melden.

Bei Fragen oder wenn du Unterstützung brauchst, kannst du dich an die Projektverantwortlichen oder an die lokale Trägerschaft in deinem Dorf wenden. Die Kontaktdaten findest du auf der Website unter den einzelnen Dörfern.

Die Ziele werden nach Bevölkerungsgrösse festgelegt, sodass jede Gemeinde eine realistische Chance hat. Der Spielstand wird anhand des Zielerreichungsgrades in Prozent berechnet.

Die Gemeinden tragen das Projekt gemeinsam mit dem Naturpark Gantrisch und den lokalen Trägerschaften. Jede teilnehmende Gemeinde hat einen eigenen Aktionsplan zur Förderung der Biodiversität entwickelt, abgestimmt auf die lokalen Gegebenheiten.