Wie schützt man einen Schleiereulenkasten dauerhaft vor Mardern? Martin Müller hat in der Gemeinde Burgistein nach vielen erfolglosen Versuchen die passende Antwort gefunden.
In einem Güberschürli in Burgistein hing lange Zeit ein gewöhnlicher Nistkasten für Schleiereulen. Immer wieder gelang es jedoch dem Marder, über den Balken bis zum Kasten vorzudringen für die brütenden Eulen eine ständige Bedrohung. Martin Müller probierte verschiedene Massnahmen aus, um die Tiere zu schützen. Keine davon hielt jedoch dauerhaft stand.
Die Lösung fand er schliesslich in einer neuen Konstruktion: Da der Nistkasten bündig an den Balken montiert wurde, hatte der Marder ein einfaches Spiel. Nun liess Martin Müller den Balken von einem Metallbauer mit spitz zulaufendem Alublech verkleiden. Diese glatte, spitze Oberfläche sorgt dafür, dass weder Marder noch andere Tiere Fuss fassen können – sie rutschen einfach ab.

Für Martin Müller ist das Ergebnis eindeutig: Zum ersten Mal «verhäbt» die Lösung wirklich. Sein Ziel, den gesamten Bereich rund um den Kasten für Marder unzugänglich zu machen, hat er damit erreicht.
Das Beispiel aus Burgistein zeigt, wie handwerkliches Geschick und ein wenig Erfindergeist helfen können, Tierarten wie die Schleiereule wirksam zu schützen – eine einfache, aber durchdachte Massnahme mit grosser Wirkung für die Artenvielfalt im Naturpark Gantrisch.