Mit Steinhaufen Lebensräume schaffen
Lückige Steinstrukturen sind wertvolle Verstecke für viele Wildtiere. Reptilien nutzen die warmen Steine, um sich zu sonnen, Amphibien und Wiesel finden frostsichere Rückzugsorte. Mit Moos und Flechten entstehen zusätzliche Lebensräume für Schmetterlinge, Spinnen und Schnecken. Stein- und Asthaufen lassen sich gut kombinieren.
Das gilt’s zu erreichen
- Du baust eine stabile Steinstruktur am passenden Standort.
- Du integrierst eine geschützte Kammer als Unterschlupf oder Aufzuchtplatz.
- Du pflegst den Steinhaufen schonend und schützt die Bewohner vor Katzen.
Das braucht’s
- Steine aus der Umgebung oder Region (mind. 20 cm Durchmesser, unterschiedliche Grössen, ca. 2 m³)
- Flache Stein- oder Holzplatte als Dach für die Kammer
- Kies oder Sand gegen Staunässe
- Schaufel und Hacke
So geht’s
Aufwand: ca. 3 Stunden
Standort: Sonnig bis halbschattig, idealerweise südexponiert, ruhig und ungestört
Untergrund vorbereiten
Hebe eine flache Mulde aus und fülle sie mit Kies und kleineren Steinen. So kann Wasser gut versickern und es entsteht keine Staunässe unter dem Haufen.
Kammer bauen
Baue im Innern mit grossen Steinen oder Holzlatten einen Hohlraum von etwa 30 × 30 × 30 cm.
Decke ihn wasserdicht mit einer Stein- oder Holzplatte ab.
Der Zugang sollte etwa 10 × 10 cm gross sein – klein genug, damit keine Katzen eindringen können.
Steine schichten
Schichte die Steine sorgfältig auf. Prüfe jeden Stein auf sicheren Stand.
Unterschiedlich grosse Steine schaffen verschieden grosse Hohlräume und kommen den Bedürfnissen verschiedener Tiere entgegen.
Schutz ergänzen
Lege zum Schluss Dornenzweige locker auf den Haufen, ohne die Struktur stark zu beschatten. Diese schützen vor Katzen.
Dann pack ich an
| Aufgabe | Jan. | Feb. | März | April | Mai | Juni | Juli | Aug. | Sept. | Okt. | Nov. | Dez. |
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| Bau des Steinhaufens |
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| Pflege: Freischneiden, damit gut besonnt. Krautsaum nicht mähen. |
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Quadratmeter berechnen
Die Quadratmeter entsprechen der Grundfläche des Steinhaufens.
Bei Unterhalt des Steinhaufens (freischneiden, mit Ästen bedecken) gilt auch die Grundfläche des Steinhaufens.
Tipps
- Steinhaufen eignen sich gut am Rand von Hecken oder in sonnigen, naturnahen Gartenecken.
- Kombiniere Steinstrukturen mit Holz, Sand oder Totholz für mehr Vielfalt.
- Pflege den Krautsaum zurückhaltend, nicht bis an die Struktur mähen.
- Grosse Steinstrukturen wie Trockenmauern lassen sich auch durch Gartenbauunternehmen umsetzen.
- Kleinstrukturen im Detail (Zielarten, Kosten, Beispiele) - Berner Praxishandbuch Biodiversität – Kapitel Kleinstrukturen
- Praxismerkblatt Steinhaufen und Steinstrukturen von KARCH