Nachtdunkelheit rund ums Haus 

Dunkelheit in der Nacht ist wertvoll für Tiere, Pflanzen und uns Menschen. Mit bewusst reduziertem Licht rund ums Haus kannst du viel bewirken: Weniger helles und gezieltes Licht schafft Ruhe und schützt nachtaktive Tiere, wie Igel, Insekten oder Fledermäuse und Kleinsäuger. Im Schutze der Dunkelheit können sie ihren lebenswichtigen Aktivitäten in Sicherheit nachgehen (Nahrungssuche, Paarung, Bestäubung etc.). Schon kleine Anpassungen machen die Nacht rund ums Haus wieder dunkel und den Nachthimmel sichtbar.

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Das gilt’s zu erreichen

  • Du erkennst problematische Lichtquellen rund ums Haus.
  • Du reduzierst unnötige Beleuchtung gezielt und wirkungsvoll.
  • Du schaffst dunkle Rückzugsräume für nachtaktive Tiere.
  • Du trägst aktiv zu mehr Dunkelheit und weniger Lichtverschmutzung bei.

 

Das braucht’s

Je nach Situation hilfreich:

  • Bewegungsmelder oder Zeitschaltuhr
  • Abdeckungen oder Blenden für Leuchten
  • Warmweisse, schwächere Leuchtmittel
  • Nachtvorhänge oder Rollläden/Storen bei grossen Fenstern

 

So geht’s 

Aufwand: 60 Minuten, abends in der Dämmerung

Standort: Hausumgebung, Garten, Balkon, Garage, Hausfassaden, Zufahrten, Wege.

 

Gehe etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang durch den Garten und rund ums Haus. Nimm dir Zeit, bewusst hinzuschauen: Wo brennt Licht brennt und welche Flächen werden davon erhellt? Notiere dir auffällige Stellen und erstelle einen einfachen Massnahmenplan für den nächsten Tag.

 

7-Punkte-Plan zur Reduktion der Lichtverschmutzung rund ums Haus

1. Wo brauche ich Licht? Schaffe Dunkelräume und beleuchte nur, wo Licht nötig ist (Sicherheit, Orientierung). Vermeide Dauer- und Dekobeleuchtung ohne Nutzen.

2. Beschränke die Beleuchtungsdauer auf das erforderliche Mass. Richte den Bewegungsmelder optimal aus (möglichst keine Fremdauslösungen durch Fussgänger, Katzen etc.). Dies gibt Insekten die Möglichkeit, sich von der Anziehung durch das
Licht wieder zu lösen.

3. Richte die Leuchten gezielt auf den Beleuchtungszweck aus und verwende Abschirmungen. Denke auch an die Fenster und nutze Storen und Vorhänge.

4. Reduziere die Helligkeit: Für Wege und Eingänge genügen meist 300 Lumen.

5. Verwende warmes Licht: Warmweisse Lichtfarben stören Mensch, Tier und Umwelt weniger. Achte, was auf der Packung steht: z.B. 2200 K. Kaltweisses Licht (mehr als 4000 K) hat nur für Arbeitsstätten einen Mehrwert.

6. Beleuchte keine Lebewesen: Entferne die Beleuchtung an Hecken, Bäumen oder Gewässern (z.B. Teich). Halte einen Abstand zu sensiblen Bereichen von mindestens 5–10 m ein, wenn Beleuchtung unvermeidbar ist.

7. Sei ein Vorbild und erzähle in der Nachbarschaft davon. Stört dich Licht von ausserhalb oder in deinem Mietshaus, darfst du selbstverständlich Verbesserungen anregen. Gehe sensibel vor, denn oftmals verbinden Menschen ihr Licht mit Sicherheit.

 

Dann pack ich an

AufgabeJan.Feb.MärzAprilMaiJuniJuliAug.Sept.Okt.Nov.Dez.
Rundgang machen

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Technische Änderungen

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Lichtemissionen besonders vermeiden
(Paarungs- und Brutzeit)

 

 

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Quadratmeter berechnen

Die Quadratmeter berechnen sich aus der Fläche, die neu dauerhaft im Dunkeln liegt. 

 

Tipps

 

Unsere Anleitungen